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Kasachstan

Travel Guide


Wieviel kostet ein Flug nach Kasachstan?

EINWOHNER

16.8 Mio

5,7 Einwohner / km2

SPRACHE(N)

Kasachisch

Russisch

KLIMA

Gemäßigte Zone

sowie Gemäßigte Zone-Steppe

BESTE REISEZEIT

Frühling

April - Juni

ZEITZONE

UTC+5

LOKALE WÄHRUNG

Powered by Yahoo Finance, 27.05.2017 00:38

KOSTEN-LEVEL

Mittel

Weltweit gebührenfrei Geld abheben?

Tagesbudget stark von Region abhängig

GLOBAL HAPPINESS INDEX (HPI)

Mittel

Lebenszufriedenheit - Lebenserwartung - Ökologischer Fußabdruck

ELEKTRIZITÄT

Typ C

Reiseadapter: NOTWENDIG

NATIONALFEIERTAG

16. Dezember

LANDESGRÖSSE

2724900 km2

Ca. 7.7 x die Fläche Deutschlands

Backpacking in Qazaqstan

.. so wird Kasachstan von den Locals genannt.

Seit kurzem ohne Visum in ein riesiges und regional sehr gegensätzliches Land

Kasachstan ist nicht zuletzt aufgrund seiner zahlreichen interessanten Gegensätze ein empfehlenswertes Reiseziel für Individualurlauber. Futuristisch wirkende und rasant wachsende Städte wie die zentrale Hauptstadt Astana mit gut 800.000 und die größte Stadt Almaty im Südosten mit ca. 1,6 Millionen Einwohnern wechseln sich mit menschenleeren Gegenden wie der Hungersteppe („Böse Ebene“) im südlichen Zentrum, der Mujunkum-Wüste am Nordrand des Kirgisischen Gebirges oder dem wüstenartigen Ustjurt-Plateau im Tiefland von Turanam am westlichem Aralsee ab.

Aufgrund der enormen Entfernungen im Land sollte man sich aber, so denn nicht unbegrenzt Zeit für die Reise zur Verfügung steht, am besten auf ein oder zwei Regionen im Land konzentrieren. So zum Beispiel auf den Süden und Osten rund um Almaty, wo sich auch die meisten der insgesamt 12 Nationalparks Kasachstans befinden, oder den Norden rund um Astana, von wo aus schöne Regionen wie das auch „Kasachische Schweiz“ genannte Karkaraly-Bergmassiv und die beiden wasserreichen Nationalparks Bujratau und Burabai nahe der Grenze zu Russland gut zu erreichen sind.

Für deutsche Backpacker, die in das gut 2.700.000 km² große zentralasiatische Land zwischen Kaspischem Meer und Altaigebirge mit seinen aktuell knapp 17,8 Millionen Einwohnern reisen möchten, besteht schon seit 2014 keine Visumspflicht mehr. Bereits im März 2011 hat das kasachische Ministerium für Sport und Tourismus in Köln ein offizielles Büro zur Förderung des Fremdenverkehrs aus Deutschland eröffnet.

Anreise am besten nach Astana und Almaty, Inlandsreisen besser mit Zug statt Auto

Nach Almaty und Astana bestehen die besten Direktverbindungen im nationalen und internationalen Flugverkehr, so etwa zu in die größeren kasachischen Städten Aqtau, Atyrau, Öskemen, Pawlodar, Schymkent und Taras sowie nach Frankfurt am Main, Wien und Istanbul. Regelmäßig nach Moskau und Sankt Petersburg gelangt man vom Flughafen Qaraghandy.

Momentan erbaut wird die Hochgeschwindigkeitsstrecke für den Eisenbahnverkehr zwischen Astana und Almaty, bereits seit den 1930er Jahren in Betrieb ist die turkestansibirische Eisenbahn („Turksib“) mit der man gut von Semei im Osten über Almaty nach Arys im Süden fahren kann.

Die Nutzung eines Mietwagens außerhalb der Ballungszentren und abseits der internationalen Fernstraßen sollte gut überlegt sein, die Verkehrswege in den riesigen ländlichen Regionen sind meist in bedauernswertem Zustand. Nichtsdestotrotz lohnen Ausflüge und Erkundungen in die Provinz und Peripherie, so in das Agrargebiet Nordkasachstan am Fluss Ischim rund um Petropawl mit seiner sanften Hügellandschaft, den vielen Wäldern, Sümpfen und über 1.000 Süßwasserseen.

Eine gute Empfehlung für Naturfreunde ist auch das weiter westlich gelegen Gebiet Kostanai mit dem 87 000 Hektar großen Naturschutzgebiet „Naursum”, welches sich mit reichhaltigem Wildvorkommen und zahlreichen Fischarten bestens für Jagd und Fischfang sowie Wanderungen in unberührter Natur eignet. In Ostkasachstan rund um Öskemen am Fluss Ulba nehmen Waldgebiete gut 30 % des Territoriums, hier wachsen unzählige Heilpflanzen, leben 500 verschiedene Vogelarten und fließen über 800 Flüsse. Am Stausee Buchtarminsk ist die sog. „Blaue Bucht“ bei Port Fortuna ein populäre Naherholungsgegend.

Almaty ist „heimliche Hauptstadt“, die Umgebung schon seit Ewigkeiten besiedelt

Sowohl wichtige Bergbauregion als auch bedeutender Lebensraum für viele Vögel sowie Huf-, Nage- und Raubtiere aller Art ist das südöstliche Gebiet Karagandy am 22.000 km² großen Balchaschsee, der als Naturphänomen gilt, weil er sowohl aus Salz- wie auch aus Süßwasser gespeist wird.

Hauptziel der meisten Reisenden nach Kasachstan ist jedoch noch immer die traditionsreiche ehemalige kasachische Hauptstadt Almaty, die unbestrittene Finanz-, Kultur-, Produktions-, Tourismus- und Wissenschaftshauptstadt des Landes liegt malerisch am Fuße des ganzjährig schneebedeckten Tienschangebirges inmitten von Obst- und Tabakplantagen sowie Weinbergen, Nadelwäldern und Alpenwiesen.

In den höheren Lagen lebt mit dem Schneeleopard sogar eines der Nationalsymbole Kasachstans, Aktivurlauber aus dem Ausland werden nicht zuletzt von dem anlässlich der Asienspiele 2011 neu errichteten Kur- und Sportgebiet Medeo-Schimbulak angezogen. In der auffallend grünen Stadt wird großer Wert auf Umweltschutz, ökologisches Bauen und Energiesparmaßnahmen gelegt, allerorten sieht man neu gepflanzte Bäume, Blumenbeete und sprudelnde Springbrunnen, darüber hinaus gibt es zahlreiche Theater, Museen und Galerien. In der Umgebung von Almaty liegt das „Siebenstromland” (Shetyssu), die uralte Kultur- und Transferregion wurde schon im 6. und 7. Jahrhundert von den Skythen als Handelsweg nach China genutzt.

Das an archäologischen Stätten wie Hügelgräbern und Nekropolen sowie Bodenschätzen gleichermaßen reichhaltige Gebiet wird heute auch verstärkt von sportlichen Gästen aufgesucht. Als gute Adresse für Bergsteigen, Wandern, Heliskiing, Rafting und Trekking gelten zum Beispiel die Bergseen Großalmaty und Kolsai, der Tscharyn Canyon und die Fichtenwälder in Tschinturgen.

Ein für Reisende noch günstiges Land mit vielen Völkern, Sprachen und Religionen

Geografisch weitaus flacher als der gebirgige Südosten zeigt sich hingegen der auch stärker von Handel und Industrie bestimmte Westen des Landes.

Atyrau und Aqtau am Kaspischen Meer sind beide bedeutende Hafenstädte, Bergbau, Erdölverarbeitung, Fischerei und Chemieindustrie sowie Nuklearanlagen spielen dort ebenfalls große Rollen im regionalen Wirtschaftsleben. Auf der Halbinsel Mangyshlak entstanden in den letzten Jahren viele Hotel- und Shoppingzentren, die Gegend soll sukzessive zu einer internationalen Destination für den Tourimus am Kaspischen Meer ausgebaut werden.

Ähnlich heterogen wie die kasachischen Landschaften zeigt sich auch deren kulturell diversifizierte und sehr facettenreiche multiethnische, multilinguale und multireligiöse Bevölkerung. Insgesamt 50 verschiedene Volksgruppen mit Vertretern aus mehr als 40 Konfessionen leben heute im Land, die vorherrschenden Religionen sind der Islam und das Christentum, vorherrschenden Sprachen sind russisch und kasachisch, vereinzelt gibt es regional u.a. auch kleine deutsche, polnische, ukrainische, armenische, griechische, kurdische und iranische Gemeinden und Sprachinseln.

Grundsätzlich kann Kasachstan noch gut als Geheimtipp für Individualurlauber empfohlen werden, die Preise für Kost und Logis vor Ort sind sehr günstig, die Verkehrsverbindungen zumindest zwischen den größeren Städten sind regelmäßig und zuverlässig, man läuft auch eher selten Gefahr, in touristischen Massen unterzugehen.

Die beste Reisezeit ist sicherlich das Frühjahr mit noch gemäßigten Temperaturen, im Winter und Sommer kann es je nach genauer Gegend bis zu 40 Grad Celsius unter- bzw. oberhalb des Gefrierpunktes kommen.

Flugtickets von Deutschland kosten je nach Saison zwischen ca. 500 und 1000 Euro, innerhalb des Landes bewegt man sich in Bussen und Zügen zum Teil für Centbeträge, Unterkünfte gibt es in den Städten in allen Kategorien und Preisklassen, Campingplätze sind jedoch sehr selten.

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