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Malawi

Travel Guide


Wieviel kostet ein Flug nach Malawi?

EINWOHNER

15.9 Mio

130,4 Einwohner / km2

SPRACHE(N)

Chichewa

KLIMA

Tropen

BESTE REISEZEIT

Trockenzeit

April - November

ZEITZONE

UTC+2

LOKALE WÄHRUNG

Powered by Yahoo Finance, 27.05.2017 15:48

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GLOBAL HAPPINESS INDEX (HPI)

Glücklich

Lebenszufriedenheit - Lebenserwartung - Ökologischer Fußabdruck

ELEKTRIZITÄT

Typ G

Reiseadapter: NOTWENDIG

NATIONALFEIERTAG

6. Juli

LANDESGRÖSSE

118484 km2

Ca. 0.4 x die Fläche Deutschlands

Backpacking in Dziko la Malaŵi

.. so wird Malawi von den Locals genannt.

Ein international bislang noch eher unbekanntes Kleinod im südöstlichen Afrika

Die seit frühster Kindheit zusammen Nagetiere jagenden, sowie harmonisch und melodisch miteinander singenden und musizierenden „Malawi Mouse Boys“ mögen manchem Musikfreund unter den Backpackern durch ihren kürzlichen internationalen Erfolg vielleicht bereits ein Begriff sein. Ihr kleines Heimatland im südöstlichen Afrika aus eigener Anschauung kennen aber vermutlich bislang eher wenige Individualreisende.

Die seit 1964 von der früheren Kolonialmacht Großbritannien unabhängige Republik westlich des fast 30.000 km² großen Malawisees samt ihrer zu 80 % mehrheitlich christlichen Bevölkerung vorwiegend der Ethnie Bantu liegt etwas abseits der gängigen Reiserouten auf dem Kontinent, ist aber in manchen Gebieten touristisch gut erschlossen und als schönes wie auch für die Region relativ sicheres Reiseland guten Gewissens zu empfehlen.

Da in Malawi sowohl Englisch als auch Chichewa Amtssprachen sind, kommt man als Reisender fast ausschließlich mit Personen in Kontakt, die ein Mindestmaß an Englisch sprechen.

Mit dem populären Wandergebiet des Mulanje-Massivs besitzt Malawi eine international bekannte Feriendestination, zum UNESCO-Welterbe gehören der Malawisee und die bis zu 2500 Jahre alten Felsmalereien am Berg Chongoni in der zentralen Provinz Dedza.

Malawi ist trotz großer Armut ein sicheres und weitgehend ungefährliches Reiseland

Trotz der stabilen politischen Lage mit demokratischem Mehrparteiensystem, einer für afrikanische Verhältnisse recht progressiven Gesetzgebung – seit 2012 ist Homosexualität offiziell nicht mehr strafbar - und im Vergleich zur Lage in den Nachbarländern wenigen Menschenrechtsverletzungen, krankt Malawi doch durchaus an einigen Problemen. Grassierende Korruption, eine hohe Mütter- und Säuglingssterblichkeit sowie AIDS-Rate und eine Unmenge an sehr jungverheirateten Kindern sorgen mitunter für soziale Spannungen.

Mit Tabak, Tee, Mais und Zuckerrohr primär landwirtschaftlich ausgerichtet, speist sich die nationale Ökonomie zusätzlich aus Bodenschätzen wie Bauxit, Uranerz, Steinkohle und Phosphat. Nichtsdestotrotz ist Malawi eine der ärmsten Volkswirtschaften der Welt, das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und Jahr beträgt lediglich 142 Euro.

Man sollte sich also schon auf deutlich sichtbare Armut gefasst machen, wenn man das Land auf eigene Faust bereist. Straßenkriminalität mit Gewaltanwendung ist jedoch die Ausnahme und kommt allenfalls nachts in einigen wenigen Vierteln der Hauptstadt Lilongwe oder in den größeren Städten Blantyre, Mzuzu und Zomba vor.

Entspannen und ausruhen unter jungen Gleichgesinnten am riesigen Gewässer

In der Regel erfolgt die Anreise europäischer Gäste über den internationalen Flughafen „Lilongwe Kamuzu International Airport“, die staatliche „Malawian Airlines“ fliegt von dort nach Beira, Tete und Nampula in Mosambik, Harare in Zimbabwe, Johannesburg in Südafrika, Lusaka in Sambia, und Dar es Salaam in Tansania. Es gibt auch regelmäßige Verbindungen nach Nairobi in Kenia und Addis Abeba in Äthiopien, jedoch keine Direktflüge nach Europa und DeutschlandDer stark renovierungsbedürftige Flughafen der Stadt Mzuzu im Norden wird nur selten von Privatflugzeugen angesteuert.

Mit dem Schiff kann man auch von der tansanischen Mbamba Bay einmal wöchentlich in die malawische Hafenstadt Nkhata Bay am nördlichen Ufer des Malawisees reisen. Die 160.000-Einwohnerstadt am Fuße der von Kiefernwäldern und Teeplantagen bewachsenen Viphya-Berge ist genau wie das Dorf Cape MacLear an der Monkey Bay weiter südlich ein bekannter Treffpunkt von Travellern und gut besuchter Erholungsort. Als Unterkünfte dienen zwei Hotels und einige einfache Herbergen, man kann sich vor Ort Kajaks und Surfbretter ausleihen, kleine Restaurants bieten preisgünstige Gerichte an.

Nur sehr erfahrene und flexible Fahrer sollten in Malawi mit dem Auto reisen

Im Gegensatz zu österreichischen Staatsbürgern, welche für die Einreise ein bei der malawischen Botschaft in Berlin zu beantragendes und 3 Monate gültiges „Single Entry Visa“ gegen die Gebühr von 80 Euro benötigen, ist die Einreise für Deutsche kostenfrei und kann auch kann gratis auf drei Monate verlängert werden. Die Ausreisesteuer von ca. 30 Euro ist jedoch von allen ausländischen Gästen in bar zu entrichten.

The Warm Heart of Africa“, wie sich Malawi mit seinem Marketingslogan gerne selbst bezeichnet, kann auch per Mietwagen erkundet werden, in der Regenzeit von Dezember bis April ist das Fortkommen auf den außerhalb der Städte zumeist ungeteerten Straßen jedoch so gut wie unmöglich.

Darüber hinaus herrscht in dem Land sozusagen als englisches Erbe bis heute Linksverkehr, wer sich diesen als Fahrer nicht zutraut, sollte besser auf die überall zu sehenden Sammeltaxen und Kleinbusse zurückgreifen. Für längere Fahrten können die modernen Fernbusse von Blantyre und Lilongwe aus nach Johannesburg, Lusaka und Harare gebucht werden.

Sandstrände, Ferienhäuser, Museen und Restaurants mit Blick aufs Wasser

Neben den beiden bereits erwähnten Orten Nkhata Bay und Cape MacLear sind auch die 42.500-Einwohnerstadt Mangochi und der sie umgebende gleichnamige Distrikt am Südufer des Malawisees für viele Hotels, Appartements, Lodges und Camps sowie eine gut ausgestattete Infrastruktur für Touristen bekannt.

In der Gegend besitzen auch viele Einheimische Ferienhäuser, in der von den Briten um 1890 als Fort Johnston gegründeten Stadt kann man das Malawi-See-Museum besichtigen, welches sich hauptsächlich der Kultur des hier ansässigen Wayao- oder Yao-Stammes widmet.

Ebenfalls empfehlenswert als Stationen einer Rundreise durch Malawi sind die beiden Städte Salima und Senga, wo sich ein 10 Kilometer langer Sandstrand befindet, der vor allen an den Wochenenden von den Bewohnern Lilongwes gerne aufgesucht wird. An der 20 Kilometer lange Straße liegen Lodges mit Kost und Logis für den eher gehobenen Tourismus, es gibt dort aber auch einfache Unterkünfte.

Warum nicht mal im Urlaub auch was Gutes tun und eine Zeit lang anderen helfen?

Wer sich während seines Aufenthaltes in Malawi übrigens gerne ehrenamtlich in sozialen Hilfsprojekten oder Schutz- und Aufzuchtstationen für Tiere betätigen möchte, kann dies an vielen Stellen tun, eine aktuelle Übersicht findet man auf der Netzpräsenz des malawischen Fremdenverkehrsamtes.

Eine schöne Variante, den gesamten Malawisee kennenzulernen, ist die fünftägige Fahrt von Monkey Bay im Süden bis nach Karonga ganz im Norden, in dem nah gelegenen Dorf Uraha wurde 1991 das mit 2,4 Millionen Jahren älteste zur Gattung Homo zugehörige Fossil gefunden.

In Karonga selbst kann man das „Cultural & Museum Centre Karonga (CMCK)“ besichtigen, dort sind neben weiteren humanoiden Funden auch der komplett montierte Abguss eines Skeletts des Malawisaurus ausgestellt.

Malawi verfügt über zwei Mobilfunknetze mit gutem Empfang in den Städten und vielen regionalen Zentren. Allerdings gibt es immer noch große Funklöcher in den Nationalparks und im ländlichen Raum. Internetcafes findet man in Lilongwe, Blantyre und Mzuzu.



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