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Russland

Travel Guide


Wieviel kostet ein Flug nach Russland?

EINWOHNER

143.2 Mio

8 Einwohner / km2

KLIMA

Kalte Zone

sowie Gemäßigte Zone und Subtropen

BESTE REISEZEIT

Sommer

Mai - Oktober

ZEITZONE

UTC+2 bis +12

LOKALE WÄHRUNG

Powered by Yahoo Finance, 27.05.2017 15:47

KOSTEN-LEVEL

Mittel

Weltweit gebührenfrei Geld abheben?

Tagesbudget stark von Region abhängig

GLOBAL HAPPINESS INDEX (HPI)

Mittel

Lebenszufriedenheit - Lebenserwartung - Ökologischer Fußabdruck

NATIONALFEIERTAG

12. Juni

LANDESGRÖSSE

17098242 km2

Ca. 47.9 x die Fläche Deutschlands

Backpacking in Rossijskaja Federacija

.. so wird Russland von den Locals genannt.

Ein kulturell hoch emanzipiertes Land mit großer Vergangenheit

Russland ist vor allem riesig sowie im Herbst und Winter extrem kalt, weswegen man sich also für eine Reise am besten grundsätzlich auf ausgesuchte Landesteile sowie den Frühling und Sommer als beste Reisezeit festlegen sollte.

Die russischen Regionen unterscheiden sich auch teils deutlich hinsichtlich ihrer klimatischen und geografischen Gegebenheiten, Gleiches gilt für die touristische Infrastruktur. Für Backpacker aus Europa oder den USA wirkt ein Aufenthalt oft wie eine Zeitreise in die Vergangenheit, der große und grundlegende politische Wandel nach dem Ende der Sowjetunion 1991 ist bis heute vielerorts unverkennbar.

Trotz anhaltender sozialer und ökonomischer Probleme bieten Land und Leute Besuchern aber einzigartige, unverfälschte und unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse. Die sprichwörtliche „russische Seele“, so man denn zu ihr vordringt, zeichnet sich durch Authentizität, Herzlichkeit, großes Interesse an Gästen und ehrliche Gastfreundschaft aus.

Russlandreisende sollten sich tendenziell aber immer auf Verspätungen, Verzögerungen, rätselhafte neue gesetzliche Verordnungen und andere Unwägbarkeiten einstellen, Gelassenheit und Improvisationsgabe sind hier äußerst hilfreich.

Bevor man in Russland reisen kann, muss man einen kleinen Papierkrieg führen

Auch wenn die Kosten von Region zu Region stark schwanken, ist Russland leider kein sehr günstiges Reiseland. Ein Tagesbudget von ca. 50 bis 75 Euro für Unterkunft und Verpflegung - im Moskau und St. Petersburg teils deutlich mehr - muss man mindestens kalkulieren.

Bürokratische Einreisebestimmungen erschweren Reisen nach Russland zusätzlich, Backpacker können ihre je nach Anlass der Reise und Gruppengröße ca. 80 bis 180 Euro teuren Visa vor Reisebeginn seit 2013 nur noch elektronisch beantragen. Für die Erteilung werden ein gültiger Reisepass, der Antrag mit Passfoto, Nachweise über eine Reisekrankenversicherung und Unterkunft sowie Garantien für die Rückkehrwilligkeit in Form von Gehaltsnachweisen, Kontoauszügen oder Wohneigentum verlangt. Selbst erfahrene Behördengänger verzweifeln schnell an russischen Konsulaten und Botschaften. Die paar Euro für eine Visumsagentur sind in im Fall von Russland absolut gut investiert.

Möchtest Du länger als eine Woche bleiben, musst Du Dich außerdem bei der Migrationsbehörde, im Hotel oder auf manchen Postämtern registrieren lassen. Offiziell benötigt man auch ein „Einladungsschreiben“ eines russischen Reiseveranstalters oder Hotels, tatsächlich erhält man dieses aber gegen nach genauer Aufenthaltsdauer gestaffelte Gebühren von einer der vielen spezialisierten Agenturen.

Wer gerne und lange Zug fährt, ist in russischen Eisenbahnen bestens aufgehoben

Hat man diese Hürden bei der Reisevorbereitung für Russland erst einmal genommen und ist über einen der insgesamt fast 50 russischen Flughäfen eingereist, steht einem, zumindest theoretisch, das größte Land der Welt in all seiner Pracht für die Weiterreise zur Verfügung. Wegen der großen Entfernungen empfiehlt sich hierfür eher der Zug als der Bus. Wer weniger Zeit hat, nutzt die vielen Inlandsflugstrecken. Der Sicherheitsstandard der russischen Inlandsfluglinien ist jedoch mit der europäischen Airlines nicht zu vergleichen und und Reisenden mit Flugangst nicht zu empfehlen.

Die berühmteste und von ausländischen Gästen meist befahrene Strecke ist diejenige der legendären „Transibirischen Eisenbahn“, mit der man von Moskau über mehr als 9.000 Kilometer in knapp einer Woche und durch 7 Zeitzonen für je nach Klasse zwischen ca. 400 bis 1.400 Euro pro Platz im 2-Bettabteil bis nach Wladiwostok fahren kann.

Mit gut 2.200 Kilometer etwas kürzer ist die Strecke der Transmongolischen Eisenbahn von Ulan-Ude in Russland über die Hauptstadt der Mongolei Ulaanbaatar bis nach Peking in China, die Tickets kosten in der 2. Klasse ca. 600, in der 1. Klasse um die 1000 Euro pro Person.

Wo einst die Zarenfamilie ihr Leben ließ, steht heute eine prächtige Kathedrale

An den beiden Strecken befinden sich auch einige der bekanntesten historischen Städte Russlands, möchte man diese jedoch im Rahmen kurzer Zwischenaufenthalte besichtigen, muss für die jeweilige Weiterfahrt gültige Reservierungen vorweisen. Lohnend ist dieser organisatorische Mehraufwand aber ganz sicher, kann man so doch bedeutende russische Kultur- und Denkmäler kennenlernen.

Nischni Nowgorod wird etwa häufig als das Mekka der Architektur in Russland bezeichnet, die historische Altstadt mit dem Kreml aus dem 16. Jahrhundert, vielen Kirchen und Klöstern, der Oper, dem Schauspielhaus und dem Park „Nischni Nowgoroder Schweiz“ sind wahrlich beeindruckend.

Die Universitätsstadt und der Wallfahrtsort für Monarchisten Jekaterinburg am Uralgebirge ist vor allem für ihre 2003 eröffnete „Kathedrale auf dem Blut“ überregional bekannt. Bis 1977 stand an ihrer Stelle das Ipatjew-Haus, wo im Juli 1918 der letzte russische Zar Nikolaus II samt seiner Familie von den Bolschewiki ermordet wurde.

Fernwanderwege, Flaniermeilen, Freilichtmuseen, Fernhandel: Im Osten viel Neues

Irkutsk liegt unweit des Baikalsees, um den der noch nicht ganz fertiggestellte Fernwanderweg „Great Baikal Trail“ verläuft, der 100 Kilometer lange „Frolikha Adventure Coastline Track“ ist schon heute der Öffentlichkeit zugänglich.

Die Universitätsstadt verfügt mit der polnisch-katholischen Kathedrale, dem Heimatmuseum zur sibirischen Regionalgeschichte mit über 350.000 Exponaten und dem nahen Freilichtmuseum Talzy ebenfalls über sehenswerte Attraktionen.

Erstaunlich international und kosmopolitisch zeigt sich die 600.000-Einwohnerstadt Chabarowsk am Fluss Amur, auf dem zentralen Amursky Boulevard, am Leninplatz und in der Muravyov-Amursky-Straße gibt es viele Geschäfte, Bars und Restaurants.

Unbestrittenes Machtzentrum der östlichsten russischen Region Primorje an der Grenze zu China und Nordkorea ist jedoch Wladiwostok, die wichtigste Hafenstadt am Pazifik war zu sowjetischen Zeiten wegen ihres großen Militärstützpunktes bis 1991 für Ausländer gesperrt. Der Rezession der 1990er Jahre folgte jedoch die Renaissance als für den Fernhandel mit Ostasien strategisch perfekt gelegene Wirtschaftsmetropole, Ausdruck dessen ist zum Beispiel die im Jahr 2012 eröffnete Russki-Brücke mit der aktuell größten Stützweite der Welt.

Moskau und Sankt Petersburg pflegen seit Langem eine intensive Hassliebe

Natürlich hält nicht nur der weite asiatische Osten, sondern auch der europäische Westen Russlands zahlreiche sehenswerte Städte und Landschaften für interessierte Backpacker parat.

Sankt Petersburg als die mit 5 Millionen Einwohnern nach Moskau zweitgrößte und nach Ansicht vieler Besucher am stärksten europäisch geprägte russische Stadt besitzt mit rund 2400 von der UNESCO offiziell als Denkmäler der Architekturgeschichte eingestuften Gebäuden fast so viele wie Venedig. Unter den mehr als 250 Museen der alten Zarenstadt ist die Eremitage mit fast 60.000 m² Fläche in 350 Ausstellungsräumen und 65.000 Ausstellungsstücken sowie der weltweit größten Juwelensammlung sicherlich das Bekannteste, wie die gesamte Innenstadt gehört auch sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.

In ewiger Konkurrenz als ehemalige und noch immer gefühlte „heimliche“ Hauptstadt steht Sankt Petersburg natürlich zur tatsächlichen russischen Kapitale Moskau mit ihren fast 12 Millionen Einwohnern. Landet man auf einem der drei internationalen Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo wird man sicherlich ein paar Tage bleiben um den berühmten Kreml, den Roten Platz und das Leninmausoleum besichtigen. Die aktuell teuerste Stadt der Welt eignet sich jedoch nur bei entsprechend gut gefüllter Reisekasse für längere Aufenthalte.

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