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TOP 10 Aktivitäten in Buenos Aires für Low-Budget-Reisende


Buenos Aires, Stadtviertel La Boca

Buenos Aires ist mit rund 13 Millionen Einwohnern nicht nur die Hauptstadt Argentiniens, sondern auch Ankunftsort Nummer 1 für Flugreisende. Nach den vielen Flugstunden gönnen sich die meisten Flashpacker und Backpacker hier ein paar Tage Verschnaufpause, bevor sie den Rest des Landes und oft ganz Südamerika erkunden - oder sie lassen eine gelungene Reise in Buenos Aires ausklingen.

Nun haben es Hauptstädte so an sich, dass sie nach einer Weile beginnen, anstrengend und richtig teuer zu werden und am bekömmlichsten sind, wenn man vorab ein paar wirklich gute Tipps bekommt, was man unbedingt sehen muss und was man sich wirklich sparen kann. Wir haben für dich also die TOP 10 der Must-Have-Seens zusammengestellt, um deinen Aufenthalt in der argentinischen Metropole so gelungen, authentisch und kurzweilig wie möglich zu machen.

Arm und Reich in Buenos Aires

Bevor wir dich auf eine Millionenstadt wie Buenos Aires loslassen, solltest du dich mit ein paar Fakten vertraut machen, die diese Stadt ausmachen. Denn auf Reisen sieht man die Dinge erst dann aus der richtigen Perspektive, wenn man die Hintergründe kennt.

Buenos Aires hat ca. drei Millionen Einwohner im Stadtkern. Rechnet man aber den Armutsgürtel um die Stadt herum mit dazu, kommt man schnell auf weitere 10 Millionen, Tendenz täglich steigend. Das liegt vor allem an den mangelnden Berufsperspektiven im Rest des Landes. Wer sich nicht als Großviehzüchter etabliert oder in der Tourismusbranche Fuß gefasst hat, der hat das Nachsehen. Dass allein der Umzug in die Hauptstadt meist nur vom Regen in die Traufe führt, beweisen die vielen Kilometer Wellblechdächer und Baracken, über die man im Landeanflug über Buenos Aires hinwegschwebt.

Wenngleich man also im Stadtzentrum im pulsierenden Leben schwelgt, sollte man nicht vergessen, dass die bittere Armut nur ein paar Straßenzüge weiter wohnt und vielleicht auch ein bisschen mehr zum Feiern animiert, wenn man es geschafft hat, im richtigen Teil der Stadt zu leben. Denn der Kontrast zwischen Arm und Reich, zwischen Verzweiflung und Lebensfreude liegt in Argentinien durch Staatspleiten (zuletzt 2001/2002), Korruption und Misswirtschaft oft erschreckend nah beieinander. Selbiges sollte man übrigens im Hinterkopf behalten, wenn man seinen Rucksack mit der neuen Kameraausrüstung allzu offensichtlich spazieren trägt - was aber natürlich für alle Großstädte auf der Welt gilt.

Busstation im Stadtviertel Palermo in Buenos Aires

Trotzdem genießen die gastfreundlichen Argentinier das Leben in vollen Zügen - daher hier nun direkt zu den Highlights:

TOP 1 bis TOP 6: Pflichtprogramm für den Kurzbesuch

In Buenos Aires angekommen, tauchst du am besten direkt in das südamerikanische Lebensgefühl ein. Am besten geht das auf der Avenida de 9 Julio . Mit je sieben Fahrspuren pro Richtung und einem Grünstreifen in der Mitte gehört die Avenida zu den breitesten Straßen der Welt und katapultiert dich gleich aus der europäischen Beschaulichkeit ins mehr oder weniger geordnete Chaos Lateinamerikas. Alleine, die Straße zu überqueren, dauert eine Weile und ist ein Erlebnis.

Sehenswert entlang der Straße ist der 67 Meter hohe Obelisk , der 1936 zur 400-Jahr-Feier der Stadt errichtet wurde. Auf Höhe der Statue der Romanfigur Don Quijote kreuzt du die Avenida de Mayo . In dieser Straße flanierst du im Schnelldurchlauf an Argentiniens Kolonialzeit vorbei, passierst Jugendstil und Klassizismus sowie immer wieder bauliche Hässlichkeiten, die vom rasanten Wechsel der Regierungen und der wirtschaftlichen Gesamtsituation zeugen. Ein Muss für Fans der Architektur und Geschichte!

Nach diesem ersten Sightseeing gönnst du dir am besten einen argentinischen Kaffee im Café Tortoni (Avenida de Mayo 825). Ein Hauch von Bohemian-Style weht noch immer durch das Haus, in dessen Keller zu Beginn des 20. Jahrhunderts Künstler aus und eingingen. Billig wird der Kaffee nicht sein, aber dann denkst du an die Baracken, über die noch kürzlich geflogen bist, und vergönnst den Besitzern ihren Teil am Erfolg.

 

Koch bereitet ein typisch argentinisches Asado vor seinem Restaurant in Buenos Aires zu

Zum Abschluss des Tages darf natürlich ein argentinisches Asado (span. ,Gegrilltes', auch parrillada genannt, ist eine typisch südamerikanische Grillmahlzeit oder auch eine gegrillte Speise) nicht fehlen. Gut ist natürlich, mit einem Einheimischen durch die Straßen zu ziehen und in einem neondurchfluteten Kleinstimbiss zu landen, in den du als Tourist niemals einen Fuß gesetzt hättest, nur um dort das beste Steak deines Lebens zu genießen.

 

Buenos Aires bei Nacht

Wer nicht zu den Glücklichen gehört, die Freunde vor Ort haben oder sich durch extreme Kontaktfreude kurzerhand solche organisieren, dem sei ein Abend in Palermo empfohlen. Zahlreiche Bars und Kneipen garantieren einen beschwingten Einstand ins argentinische Night Life. Eine besondere Erwähnung wert ist hier das La Cabrera (Cabrera 5099, Palermo), wo die Steaks wirklich außergewöhnlich gut schmecken und das Ambiente ebenfalls toll ist.

TOP 7 bis TOP 10: Lebensgefühl der Hauptstadt atmen

Wer nicht nur einen Stop-over in Buenos Aires einlegt, sondern noch einen oder zwei Tage extra Zeit hat, auf dessen Plan sollte als nächstes stehen: Das Flair der Stadt genießen. Im Gegensatz zu vielen anderen Hauptstädten dieser Welt hat Buenos Aires noch eine ganz eigene Handschrift behalten, eine Stimmung und eine Lebenseinstellung.

 

Murals (Wandmalerei) im Stadtteil La Boca

Es ist wieder das nahe Beieinander von Armut und Reichtum, der sich wie ein roter Faden durch das Stimmungsbild der Stadt zieht. Ganz besonders gut kannst du dich im Viertel La Bocca in diese Stimmung hineinversetzen. Gelegen an der Mündung des Riachuelo in den Río de la Plata war das Viertel seit jeher Heimat von Seefahrern und Hafenarbeitern. Wenn man wieder harte Zeiten übers Land gingen und die Arbeiter nicht ausbezahlt werden konnten, erhielten sie stattdessen oft Schiffslack als Entlohnung. So kommt es, dass dieses grundsätzlich eher arme Viertel in den buntesten Farben erstrahlt und damit eine Lebensfreude versprüht, wie du sie in keinem Bankenviertel der Welt erleben wirst.

Besonders eindringlich spürst du dieses Gefühl auf dem Caminito , einer Gasse voller kleiner Läden mit Handarbeits-Erzeugnissen, Cafés und Restaurants in denen schon ab dem frühen Nachmittag Tango getanzt wird.

 

Zwei Strassenkünstler tanzen Tango in La Caminito

 

Auch das Viertel San Telmo ist einen Besuch wert. Kopfsteinpflaster, wunderschöne Altbauten, kleine und größere Museen und Ausstellungen, spontane Tanzeinlagen von Portenas (so heißen die Einwohner von Buenos Aires): San Telmo ist der Inbegriff der Städtereise.

Eines von unzähligen verwitterten und zugewachsenen Mausoleen am Friedhof Recoleta

Ein gutes Kontrastprogramm bietet der Stadtteil Recoleta im Norden mit einem der berühmtesten Friedhöfe der Welt. Kühle Eleganz und großes Geld sprechen hier aus der Architektur der Mausoleen und Gräber (auch das bis heute mit frischen Blumen versehene Mausoleum von Eva Peron ist hier zu finden). Besonders sehenswert ist der gleichnamige Friedhof. In Argentinien sind aus klimatischen Gründen Erdbestattungen unüblich, zumindest für die, die es sich leisten können. Und die ruhen auf diesem exquisiten Fleckchen Friedhofserde. Gerade wenn man aus den ärmeren Vierteln La Boca oder San Telmo kommt oder sich einmal mehr an die Barackensiedlungen erinnert, hat der marmorne Reichtum nicht nur morbide Schönheit, sondern rundet einen Besuch in der Hauptstadt der Gegensätze perfekt ab.

TIPP: Mehr Reiseinfos zu Argentinien gibt es natürlich im Vamadu Travel-Guide Argentinien.


Von Sensei , Vamadu Co-Founder


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